Für das Herz sind Leidende der Christus, der auf Hilfe wartet

Gruppenfrage an Q’uo: Das große Warum

  • Warum, wenn es eine gütige, höhere Kraft gibt, die wir Gott oder Schöpfer nennen können, gibt es so viel Kummer, Leiden, Krankheit, Gewalt und allgemeine Disharmonie in der Welt und in den Erfahrungen des Einzelnen und von Gruppen?
  • Warum müssen Menschen durch so viel Leid gehen, nur, um in vielen Fällen, zu überleben?
  • Warum gibt es keine aktivere Beteiligung des Schöpfers oder der Kräfte des Lichts, der engelhaften Wesen, einzugreifen und Erhaltung, Erleichterung, Heilung, etc. auf allen Ebenen – Geist, Körper, Seele und Gefühlen – zu geben?
  • In welchem Zusammenhang steht dieser Austausch mit dem Schöpfer und den Kräften des Lichts in unserem persönlichen, weltlichen Leben mit dem, sogenannten, Neuen Zeitalter, das jetzt anbricht, wo wir angeblich einen Kreislauf beenden und dabei sind, eine neue Erfahrung zu beginnen?
  • Gibt es eine Beziehung in diesem Kummer und Leid, die auf unserem Planeten jetzt in ihrer Intensität und ihrer weitgestreuten Art geschehen, zu dieser vermuteten Beendigung eines Zeitalters und dem Beginnen eines neuen?

Q’uos Antworten (in einer zusammenfassenden Übersetzung):

Q’uo dankt für die Gelegenheit, über das große „Warum?“ des persönlichen und planetaren Leids und der Verbindung zum möglichen Ende des Zeitalters zu sprechen.

„Wir sind die Brüder und Schwestern des Kummers, und nicht Teil eurer Antwort, sondern eurer Frage.“

Q’uo merkt an, dass seine Worte keine Autorität darstellen. Sie sind Freunde, und keine unumstößlichen Autoren. Q’uo betont, dass sie den gleichen Weg wie wir gegangen sind und lediglich etwas mehr Erfahrung haben, als das, woran wir uns im Moment bewusst erinnern können.

Die Brüder und Schwestern des Leids / des Kummers / der Sorge (The Brothers and Sisters of Sorrow)

Wir haben uns selbst „die Brüder und Schwestern des Leids“ genannt, denn wir sind soziale Wesen, dessen Mitglieder sich dazu entschieden haben, weit weg von unserer planetaren Heimat zu reisen, um zu jenen zu sprechen, die leiden, die straucheln, die mit tief zentralen Entscheidungen konfrontiert sind, wenn es der umgebenden Atmosphäre sehr an akkuraten, vertrauenswürdigen Informationen mangelt, die sich als Basis für Entscheidungen eignen.

„Wir sind nicht diejenigen, die den Planeten retten werden“. Ihr könnt diesen Satz in Anführungszeichen setzen.

Wir sind Zeugen des Leidens, und wir werden zu der Frage „Warum gibt es Leid?“ sprechen. Wichtiger ist uns aber, die „Zentralität“ dieser Frage zu überprüfen und zu unterstreichen:

  • Nicht nur die Hungernden, die Frierenden und Kranken leiden.
  • Jedes Wesen, das in die 3. Dichte-Illusion geboren wird, beginnt sofort einen Prozess des Verlustes, Leidens, wachsender Einschränkung und Prüfung, gefolgt vom körperlichen Tod.

Warum seid ihr am Ort des Leidens?

Wir fragen dies, um jeden, der zuhört, in die gleiche Umgebung zu bringen, wie jemanden, für den man Mitgefühl spürt, und um die Aufmerksamkeit auf einen Moment des Leidens lenken:

Jeder ist der Geschlagene. Jeder ist der, der das Instrument des Schlagens schwingt. Jeder ist der Schöffe, der gezwungen ist, den Vorfall zu untersuchen. Jeder ist der Randalierer. Jeder ist der Ladenbesitzer.

Jeder von euch lebt ein Leben, welches scheinbar persönlich, wahrlich einzigartig, aber zutiefst planetar ist.

Die Einzigartigkeit jedes Wesens liegt nicht in den spezifischen Erfahrungen allein, oder in den spezifischen Reaktionen in Gedanken, Wort und Tat auf diese Erfahrungen. Vielmehr ist jeder auch Teil eines Ozeans an Bewusstsein, der von allen geteilt wird, die innerhalb, auf und um die planetare Sphäre der Erde weilen.

Ihr beginnt damit, immer mehr auf die Verbindung zwischen dem persönlichen, inneren Selbst und allem Bewusstsein auf eurer Sphäre aufmerksam zu werden.

Die Betrachtung der Frage „Warum gibt es Leid?“ kann dann vielleicht zum eigenen, persönlichen Weg zurückgeführt werden, während man sich gleichzeitig der intensiven und akuten Beispiel für Leiden in der Welt bewusst bleibt.

In diesem Zusammenhang bespricht Q’uo den Begriff Karma

Unserer Meinung nach ist Karma eine Art übrig gebliebene Energie oder Schwungkraft:

  • Eine Handlung, die ein Ungleichgewicht zwischen Gebendem und dem Empfänger erzeugt, erschafft eine Verbindung, die im Ungleichgewicht ist. Dies nennt man eine karmische Verbindung.
  • Die Schwungkraft wird oft als kreisförmig visualisiert und deshalb wird der Begriff „Rad des Karmas“ verwendet, um den Weg zu beschreiben, wie denjenigen, die unausgeglichen sind, wiederholt ein Gleichgewicht angeboten wird.
  • Immer wieder wird eine Situation erscheinen, in der ein Wesen dem Selbst und dem anderen Selbst, das Teil dieser karmischen Bindung ist, vergeben mag.
  • Wenn die Vergebung vollständig ist – das heißt, wenn Vergebung für das andere Selbst und des Selbst in vollem und ungebremsten Maße existiert – stoppt das Rad des Karmas.

Es gibt auch planetares Karma, da

  • Nationalstaaten,
  • große wirtschaftliche und soziale Gruppen,
  • und das, was wir Menschen religiöse Gruppen nennen,

anderen Gruppen unausgeglichene Handlungen angeboten haben. Deswegen türmt sich das individuelle und gesellschaftliche Karma bis zum Himmel hoch auf.

(Der Planet als Ganzes hat zu diesem Zeitpunkt (1992) noch kein Karma – dazu gibt es im Fragenteil der Botschaft noch weitere Informationen).

Und so gibt es

  • Gelegenheiten für Wesen, die im gesellschaftlichen Karma helfen möchten
  • viele Wesen, die inkarniert sind,
    • um persönliche Arbeit in Bewusstsein zu verrichten
    • um Entscheidungen zu treffen, die (bereits getroffene) Entscheidungen weiter verfeinern
    • um für den einen unendlichen Schöpfer zu arbeiten
    • und um in heilender Kapazität auf der Ebene des Bewusstseins zu dienen,
      • die tief genug in den Wurzeln des Geistes ist, um das Bewusstsein zu sein, welches 
        • von allen,
        • auf allen Ebenen von ursprünglichem Sein

geteilt wird – innerhalb, auf und um die planetare Sphäre der Erde

Warum gibt es Leid von jenen, die in fernen Ländern hungern?

Wir können als Antwort vorschlagen:

Es gibt Viele, die gewählt haben, zum Zweck des Leiden zu inkarnieren, so intensiv und so lange wie möglich, vor dem unausweichliche Tod durch Verhungern oder Krankheit, nicht nur in weniger technologisch orientierten Kulturen, sondern auch in jeder anderen Kultur, denn auch in eurer Kultur gibt es jene, mit kurzen, hungrigen und brutalen Leben.

Diese, mögen wir sagen, Christus-artigen Wesen verfolgen einen schönen, ergreifenden und schrecklichen Dienst:

Sie absorbieren die abstumpfenden, gnadenlosen, erbarmungslosen und rücksichtslosen Verzerrungen, welche die Motive von Gier, Rache und Gemetzel gegenüber Gruppen von anderen Selbsten im Laufe dessen, was ihr eure Geschichte nennt, zum Ausbruch gebracht haben.

Andere unter euch leisten viel Arbeit im Inneren, nennen es Gebet oder Meditation, oder sich zu sorgen und Bedenken, und senden so Liebe und Heilung an jene, die zusehen und leiden und warten und untergehen.

Es gibt ein wundervolles Gebet (im Original „orison“ – ein archaischer Begriff für Gebet), mit Millionen von Seelen, die zu jeder Zeit miteinander verschmelzen; euer Planet betet ohne Unterlass.

Immer, in jeder „Nachtwache“ gibt es Millionen, die euch unbekannt sind, die für die Menschheit Wache halten.

Wenn andere schlafen, dann mögt ihr wohl eure innere Stimme in Lobpreis des unendlichen Einen, in Danksagung, und in Fürbitte für all jene, die leiden, erheben.

Und so wird, durch Leben, die in irgendeinem Teil opfernd gelebt werden, das gesellschaftliche Karma zu einem gewissen Grad gelindert, durch die aufrichtige Zuwendung von sehr vielen von euch Menschen.

Um zum Herz der Frage zu kommen:

Schaut mit uns auf das Muster der Inkarnation, die ihr jetzt genießt.

Da gibt es den Schmerz des Lernens, des Wachsens, der Veränderung, um sich an neue Höhen und Gewichte und Emotionen anzupassen.

Dann, nahtlos, beginnt der lange Abstieg des physischen Vehikels/Körpers, welches euer Bewusstsein von der ursprünglichen Gesundheit des Jungseins zum letzten Atemzug herum trägt, bevor der Körper nicht mehr lebt.

Im Raum dazwischen fordert eine Erfahrung nach der anderen den Geist, die Seele (im Original: „the spirit“) und die Emotionen heraus und verblüfft und verwirrt sie.

Jeder mag von Utopia träumen, vom Garten Eden, dennoch ist jeder gründlich rausgeschmissen. Dies ist euer Zustand zu diesem Zeitpunkt.

Warum platziert euch der Schöpfer so fest und entschieden in ein Milieu des Verlusts, der Qual, Begrenzung und letztendlichem Sterben?

Wir fragen euch: Was bekommt eure Aufmerksamkeit?

Der perfekte „halkonysche“ (glückliche) Tag, oder der Moment des Gifts, der Alarm, das Adrenalin und die plötzliche Bewegung, um die Lage zu meistern, zu schützen, zu verteidigen?

Der erste und der zweite Geist

Jeder von euch hat „zwei Geiste“: einen Geist, der euch für immer in dieser Dichte halten wird; der andere wird sich weiterentwickeln.

Eure zwei Geiste haben manchmal sehr verschiedene Arten, mit Situationen/Umständen umzugehen.

Der erste Geist ist der intellektuelle Geist. Sein (einziger) Zweck liegt darin, die Umgebung zu manipulieren, um zu überleben, Unterschlupf zu finden, ernährt zu werden und es annehmlich zu haben.

Der andere Geist ist der Geist, der am besten als das „weise Herz“ beschrieben wird.

Diese Weisheit des Herzens ist der Teil des Geistes, dessen Wurzeln sich in den ethnischen, gesellschaftlichen, planetaren Geist und den Schöpfergeist hinein bewegen. Es ist dieser Geist, der immer und ewig ist.

Das Leiden, die Qual des Lebens, ist speziell dafür bestimmt, die Aufmerksamkeit des intellektuellen Geistes zu erregen, und dann fortzuschreiten, um ihn so gründlich und vollständig ratlos zu machen und aus der Fassung zu bringen, dass der intellektuelle Geist aufgibt, und der Schub des Erfragens ins Herzen rückt.

Im Herzen liegt die „Seiendheit“ (beingness), die auf diese Erfahrung von 3.-Dichte-Illusion starrt und wählt, in Vertrauen/Glauben allein, ein Teil der Liebe zu sein, des Guten, wenn man so mag, des persönlichen, gesellschaftlichen, planetaren Geistes.

Es gibt kein „Warum?“ in der Weisheit des Herzens, noch gibt es darauf irgendeine Antwort. Das Herz sieht Leiden und umarmt es.

Leidende sind der Christus, der auf Hilfe wartet.

Denn für das Herz ist jedes Wesen, das durstig ist, der Christus, der auf etwas zu trinken wartet.

Jedes Wesen, das Kleidung benötigt, ist der Christus, der darauf wartet, bedeckt zu werden.

Auf diese Weise werden Qualen zu Gelegenheiten für Dienst und werden als Herausforderungen betrachtet, die angemessen sind, um die eigene Aufmerksamkeit anzuziehen.

Zum englischen Original: L/L Research Archiv

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